Welche Kräuter dürfen Kaninchen täglich fressen?
Du möchtest den Speiseplan deiner Kaninchen mit Kräutern bereichern, bist dir aber unsicher, welche Sorten regelmäßig in den Napf dürfen? Viele Küchen- und Wiesenkräuter sind eine schmackhafte Ergänzung – vorausgesetzt, du sorgst für Abwechslung und gewöhnst deine Tiere langsam an neue Futtermittel.
Diese Kräuter bringen täglich Abwechslung in den Kaninchennapf
Kaninchen dürfen grundsätzlich jeden Tag frische Kräuter und anderes Blattgrün bekommen. Die wichtigste Grundlage ihrer Ernährung bleiben jedoch frisches Gras und hochwertiges Heu, das ihnen jederzeit zur Verfügung stehen sollte. Kräuter ergänzen den Speiseplan, ersetzen das rohfaserreiche Grundfutter aber nicht.
Zu den Kräutern, die sich regelmäßig für Kaninchen eignen, gehören beispielsweise:
Dill, Basilikum und Koriander
Diese aromatischen Küchenkräuter sorgen für unterschiedliche Geschmacksrichtungen und können in kleinen Mengen unter das übrige Grünfutter gemischt werden.
Minze und Thymian
Auch Minze und Thymian gehören zu den Kräutern, die Kaninchen fressen dürfen. Aufgrund ihres intensiven Aromas solltest du sie am besten mit milderen Pflanzen kombinieren.
Petersilie
Viele Kaninchen mögen Petersilie besonders gern. Sie sollte jedoch nicht das einzige Kraut im Napf sein, sondern Teil einer abwechslungsreichen Mischung bleiben.
Löwenzahn und Spitzwegerich
Diese bekannten Wiesenkräuter passen gut zu einer naturnahen Fütterung. Sammle Pflanzen nur dort, wo du sie sicher bestimmen kannst und wo sie nicht mit Pflanzenschutzmitteln, Dünger oder Abgasen belastet sind.
Neben Kräutern kannst du auch geeignete Blätter anbieten, beispielsweise von Apfel-, Haselnuss- oder Himbeersträuchern. Verschiedene Pflanzen in kleinen Portionen bringen unterschiedliche Düfte, Geschmäcker und Strukturen in den Speiseplan und fördern das natürliche Such- und Auswahlverhalten deiner Kaninchen.
Frische und getrocknete Kräuter richtig kombinieren
Frische Kräuter und Wiesenpflanzen enthalten viel Wasser und können täglich Bestandteil des Frischfutters sein. Getrocknete Kräuter eignen sich besonders als Ergänzung zum Heu oder wenn dir saisonbedingt weniger frisches Grün zur Verfügung steht. Biete sie in kleinen Mengen an und wechsle regelmäßig zwischen verschiedenen Sorten und Mischungen.
Kennt dein Kaninchen ein Kraut noch nicht, solltest du zunächst nur eine kleine Portion anbieten. Futterumstellungen erfolgen am besten schrittweise, damit sich die empfindliche Verdauung daran gewöhnen kann. Beobachte dabei, ob dein Tier normal frisst und der Kot unverändert bleibt. Frisst ein Kaninchen plötzlich nicht mehr, sollte es umgehend tierärztlich untersucht werden.
Bei bestehenden Erkrankungen, einer besonderen Diät oder der regelmäßigen Gabe von Medikamenten solltest du die Kräuterfütterung vorab mit einer kaninchenerfahrenen Tierarztpraxis abstimmen.